CSS3 / Ein Überblick

Inzwischen pfeifen es auch die letzten Spatzen von den Dächern, CSS3 ist nicht mehr fern. Das Normierungsgremium der W3C Working Group arbeitet schon seit einigen Jahren am kommenden Standard CSS3. Was ändert sich? Kurz gesagt, CSS3 wird leistungsfähiger, umfangreicher und ein klein wenig komplizierter.

Aktuell wird schon mehr CSS3 verwendet wie man zunächst vermuten möchte, oft wissen diejenigen gar nicht das es sich im verwendeten Code um CSS3 handelt. Dies ist der Fall bei z.B. Webseiten-Anpassungen an mobile Geräte (Media Queries), oder bestimmten Bildeffekten. Die Verwendung ist natürlich nur durch die breite Unterstützung von CSS3 durch die aktuellen Browser möglich.

Hier kurz ein Überblick der verschiedenen Browser in Hinblick auf CSS3 Unterstützung:

Browser Unterstützung von CSS3
Safari Version 5.194,7%
Firefox Version 22 94,7%
Google Chrome Version 28 94,4%
Internet Explorer Version 9 52,6%
Internet Explorer Version 10 94,4%
Opera Version 1594,7%

Quelle: Normansblog.de

Ältere Browser unterstützen gar nicht bzw. nur in sehr geringen Umfang CSS3. Diesen Umstand muss man sich eben bewusst sein, ich persönlich irgnoriere alte Browser einfach, sonst macht es kaum Sinn sich mit CSS3 zu beschäftigen. Wenn man sich dann noch anschaut, wie viele Webseiten in den letzten 2 Jahren CSS3 verwenden unabhänig der Browser-Verbreitung, so untermauert dies nur die Unnötigkeit für alte Browser zu entwickeln.

Was endlich einfacher geht

Viele Dinge die früher nur mit gewissem Aufwand umzusetzen waren, sind nun durch simple CSS3-Befehle möglich, hier eine kleine Auswahl von Beispielen, die großen Neuerungen lassen wir außenvor.

1. Runde Ecken

Zunächet der entsprechende CSS-Code, durch diesen erhält man als Ausgabe ein Rechteck mit 4 (gleich) runden Ecken.

//
border: 1px solid;
/* Radius Anweisung, alle 4 Ecken gleich */
border-radius: 5px;

/* Radius detailliert, Variationen möglich */
border-top-left-radius: 5px;
border-top-right-radius: 5px;
border-bottom-right-radius: 5px;
border-bottom-left-radius: 5px;
//

Wie man sieht, ist es auch möglich die Ecken einzeln anzusprechen um so unterschiedliche Radien zu erzeugen. Auch anbieterspezifischen CSS-Eigenschaften wie -moz-border-radius (Firefox) und -khtml-border-radius (Safari) werden bereits unterstützt.

2. Schlagschatten:

Mit folgendem Befehl lassen sich Schlagschatten in beliebiger Richtung erzeugen. Zunächst der Befehl:

//
#boxshadow {
box-shadow: 10px 10px 15px #666;
}
//

Kurze Erläuterung der einzelnen Angaben: box-shadow ist das einleitende Tag, die erste Zahl steht für den horizontalen Versatz, die zweite Zahl steht somit für den vertikalen Versatz. Die dritte Zahl, hier 15px, steht für den Versatz. Die letzte Angabe ist ein hexadezimaler Farbwert.

3. Schatten für Texte:

Hier gilt das selbe Prinzip wie bei den Schlagschatten, nur das einleitende Tag ist anders. Hier ein Beispiel:

//
#textshadow {
text-shadow: 3px 3px 4px #232323;
}
//

4.Farbverläufe:

Auch Farbverläufe lassen sich recht einfach mit CSS3 umsetzten, allerdings ist etwas mehr Code notwendig. Gleich vorweg empfehle ich entsprechende Generatoren in Netz, wie z.B.: colorzilla.com Dort lassen sich schnell Verläufe erstellen und man muss im Notfall nur schnell die Farbwerte oder Position ändern. Nachfolgend ein Code-Beispiel:

//
#gradient {
background: #b5bdc8; /* Old browsers */
background: -moz-linear-gradient(top,  #b5bdc8 0%, #828c95 36%, #28343b 100%); /* FF3.6+ */
background: -webkit-gradient(linear, left top, left bottom, color-stop(0%,#b5bdc8), 
color-stop(36%,#828c95), color-stop(100%,#28343b)); /* Chrome,Safari4+ */
background: -webkit-linear-gradient(top,  #b5bdc8 0%,#828c95 36%,#28343b 100%); 
/* Chrome10+,Safari5.1+ */
background: -o-linear-gradient(top,  #b5bdc8 0%,#828c95 36%,#28343b 100%); /* Opera 11.10+ */
background: -ms-linear-gradient(top,  #b5bdc8 0%,#828c95 36%,#28343b 100%); /* IE10+ */
background: linear-gradient(to bottom,  #b5bdc8 0%,#828c95 36%,#28343b 100%); /* W3C */
filter: progid:DXImageTransform.Microsoft.gradient( startColorstr='#b5bdc8', endColorstr='#28343b',
GradientType=0 ); /* IE6-9 */
}
//

 5.Eigene Schriftarten:

Eine Neuerung die ich wirklich begrüße, da es früher mehr wie umständlich war individuelle Schriftarten zu verwenden. Prinzipiell war dies eigentlich nur mit Grafiken umsetzbar. Mit CSS3 ist dies nun recht zügig möglich, auch hier verweise ich auf sehr nützliche Online-Generatoren, als Beispiel fontsquirrel.com.

Mit diesen Generatoren ist man deshalb auf der sicheren Seite, da auch z.B. zusätzlich Vektoren erzeugt werden. Durch diese Vektoren in Verbindung mit CSS3 können die Schriftarten in jedem Browser angezeigt werden. Fast jedem, Chrome hat hin und wieder Probleme mit der Kantenglättung von bestimmten Schriftarten. Jetzt aber ein Beispiel für die Einbindung:

//
@font-face typoslab{
    font-family: 'typoslabserif-lightregular';
    src: url('typoslabserif-light-webfont.eot');
    src: url('typoslabserif-light-webfont.eot?#iefix') format('embedded-opentype'),
         url('typoslabserif-light-webfont.woff') format('woff'),
         url('typoslabserif-light-webfont.ttf') format('truetype'),
         url('typoslabserif-light-webfont.svg#typoslabserif-lightregular') format('svg');
    font-weight: normal;
    font-style: normal;
}
/* Einbinden an anderer Stelle per CSS ID */
//
#typoslab{
font-family: 'typoslabserif-lightregular';
}
//

 5. Texte mehrspaltig formatieren:

Bisher war das Darstellen von mehreren Spalten nur in Verbindung mit DIV-Containern und entsprechender CSS-Anweisung möglich. Mit CSS3 ist das mit einfachen Angaben, in verschiedenen Konfigurations-Modellen möglich.

Hier ein paar Beispiele:

Möglichkeit 1, Gesamtbreite und Spaltenbreite werden angegeben der Rest wird ermittelt, hier 3 Spalten mit einer Breite von jeweils 200px:

//
#spalte1 {
  width: 600px;
  column-width: 200px;
}
//

Möglichkeit 2, Gesamtbreite und Spaltenanzahl werden angeben, hier simpel 3 Spalten automatisch auf die Breite verteilt.

//
#spalte2 {
  width: 600px;
  column-count: 3;
}
//

Möglichkeit 3, ergänzend zum vorherigen Code, die Angabe des Zeilenabstands (column-gap).

//
#spalte4 {
  width: 600px;
  column-count: 3;
  column-gap: 10px;
}
//

Es gibt noch Möglichkeiten bestimmte Formatierungen zu beeinflussen wie z.B. Trennstriche, Abstände oder Umbrüche, darauf gehe ich an dieser Stelle nicht ein, denn das würde den Rahmen sprengen.

Alle weiteren Neuerungen, welche mit unter auch viel Umfangreicher sind, behandle ich eventuell an anderer Stelle und lasse diesen Artikel hier enden. Ich wünsche viel Spaß beim testen, bei Fragen einfach das Kontaktformular nutzen.

~FIN~

Canon EOS 60D

 

Nach einigen Monaten testen möchte ich heute mein persönliche Fazit zu der Canon EOS 60D, dem lange erwarteten Nachfolger der beliebten Canon EOS 50d. Nachdem ich lange und sehr zufrieden mit der Canon EOS 550D gearbeitet hatte, war für mich ziemlich sicher das ich bei Canon bleiben wollte. Allerdings eine Klasse höher, da ich inzwischen auch beruflich eine ordentliche Kamera benötigte. Nach kurzer Recherche habe ich mich für die 60D entschieden. Nachfolgend meine Eindrücke der Kamera, verwendetes Equipment und ein entsprechendes Fazit.

60d_banner

Welches Kit kaufen und mit welchen Objektiven ergänzen?

Zum Zeitpunkt meines Kaufes, gab es folgende Kits zur Auswahl:

– Canon EOS 60D inkl. EF-S 18-55mm IS II Objektiv

– Canon EOS 60D inkl. EF-S 17-85mm IS USM Objektiv

– Canon EOS 60D inkl. EF-S 18-135mm IS Objektiv

… und noch die Kits mit wahlweise 2 Objektiven in verschiedenen Kombinationen. Für mich war jedoch schnell klar, dass ich mich für das Paket mit dem EF-S 17-85mm Objektiv entscheiden werde. Das 18-55mm war zu klein, das 18-135mm zu groß, basta! Die ersten Tests habe ich auch nur mit diesem Objektiv gemacht, später habe ich ergänzend ein Festbrennweiten-Objektiv und ein Tele-Objektiv dazu gekauft.

Erster Eindruck

Anfänglich hatte ich ein wenig Sorge das Canon bei der Verarbeitung etwas nachgelassen bzw. auf das falsche Pferd gesetzt  hatte, Stichwort Magnesium-Body. Dies merkte ich besonders im Vergleich zur Nikon D7000, meiner Kamera-Alternative von welcher ich mich noch nicht verabschiedet hatte. Was natürlich sofort positiv auffiel war das Gewicht, die EOS 60d ist für die Mittelklasse recht leicht.

Im Vergleich zur EOS 50d ist auch die Größe etwas geringer ausgefallen. Wenn wir schon im Vergleichen zur EOS 50d sind,  neu soll auch ein Spritzwasser- und Staubschutz vorhanden sein (die wollte ich aber nicht unbedingt testen), und außerdem das Schwenk-Display mit einer Größe von 3 Zoll. Auch technisch ist natürlich viel passiert, ich möchte aber nicht alle hier aufzählen, dazu gibt es die Webseite von Canon.

60d_displayHandling und Bedienung

Die Kamera hat für mich die fast perfekt Größe, sie lässt sich vernünftig greifen und die Anordnung der Bedienelemente sind sinnvoll und auch als Neuling gewöhnt sich sehr schnell daran. Ich mag das Drehrad heute nicht mehr missen, damit lassen sich sehr schnell Einstellungen ändern und auch Fotos betrachten. Alternativ ist natürlich direkt in dem Drehrad links-oben auf der Kamera ein gewohntes Steuerkreuz mit welchem sich navigieren lässt. Der schon seit der Canon EOS 550d bekannte „LiveView“ -Modus ist auch an Bord. Damit lässt sich schnell auf das Display umschalten, sehr nützlich zum filmen, denn das kann die Kamera ganz hervorragend! Alle Modis lassen sich bequem über das Drehrad link-oben auf der Kamera umschalten. Diese enthalten wie gewohnt eine Reihe von Automatik-Programmen und auch die manuellen Modis.

Kurz gesagt, ich finde sowohl im Handling als auch in die Bedienung der Kamera sehr gelungen, einzig das löschen der Bilder finde ich immer noch recht umständlich.

Ausstattung und Technik

Zunächst die wichtigsten technischen Daten im Überblick (Quelle: Canon.de):

  • 18 Megapixel APS-C CMOS-Sensor
  • Innovative kreative Möglichkeiten
  • Dreh- und schwenkbarer 7,7 cm 3:2-LCD-Monitor
  • 1080p Full-HD-Videos
  • DIGIC 4
  • ISO 100-6.400, erweiterbar auf bis zu ISO 12.800
  • Bis zu 5,3 B/s; Pufferspeicher für bis zu 58 JPEG-komprimierte Bilder
  • Weitbereich-Autofokus mit 9 AF-Kreuzsensoren
  • iFCL-Belichtungsmesssystem mit Dual-Layer-Sensor über 63 Zonen

Ich könnte jetzt Seitenweise noch Details zu der technischen Ausstattung schreiben, denke aber das genügt und nochmals der Hinweis auf die Herstellerseite Canon.de. Nachfolgend noch schnell ein paar Anmerkungen zu Ausstattung. Der verbaute Sensor ist der selbe der in der EOS 550d und der EOS 7d verbaut ist (allerdings hat der 7d-Prozessor eine höhere Bildsensor Dichte und zudem 10 Kreuzsensoren mehr ), erkennbar an der nahe beieinander liegenden Bildqualität der drei Kameras.  Unterschiede gibt es da natürlich, aber die fallen nicht so groß aus wie man meinen möchte. Ein Bildrauschen ist bei der EOS 60d erst ab ca. ISO 1600 erkennbar, richtig böses Rauschen erhält man erst ab über ISO 6000 (in diesem ISO-Bereich fotografiere ich sehr selten, daher habe ich starkes Rauschen bis heute kaum erlebt und greife hier auf Angaben auf diverser Testberichte zurück).

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Bild- und Videoqualität

Canon hat besonders diesen beiden Kriterien viel Aufmerksamkeit geschenkt, vor allem die Video-Funktion ist mit für die lange Entwicklungszeit verantwortlich. So kann ich nur sagen das sowohl Bilder, als auch Videos in sehr guter Qualität erstellt werden, ein wenig Fachwissen vorausgesetzt. Der schon oben erwähnte Sensor sorgt für tolle, sehr scharfe Fotos und das Rauschverhalten ist wie schon erwähnt auch sehr angenehm. Die Farbwiedergabe (wie bei Canon gewohnt), hat eine hohe Farbtreue, lediglich im Blau- und Rotbereich gibt es leichte Abweichungen. Einzig zu bemängeln gibt es das sich im Menü nur wenige Farbmodis anwählen, wobei man sich da wiederum fragen muss wie viele man denn wirklich braucht. Der Crop-Faktor liegt übrigens Canon typischen 1,6.

Filmen ist in Full-HD möglich, Qualitativ gibt es nichts zu meckern. Auch der Ton hat sich im Gegensatz zur EOS 550d merklich verbessert und lässt sich mit verschiedenen Filtern und aktiver Rauschunterdrückung optimieren. Er wird allerdings nur Mono aufgezeichnet, klingt aber dennoch sehr angenehm. Ich verwende ein externes Mikrofon, wodurch sich die Qualität nochmals merklich verbessern lässt. Ach nur am Rande, spätestens jetzt weiß man das Schwenkdisplay zu schätzen, denn es erleichtert das filmen ungemein.

60d_topFazit

Für mich war die Canon EOS 60d die Ideallösung, Betonung liegt auf „für mich“. Bildqualität überzeugt, angenehmes Handling, gestochen scharfes Display und das filmen macht auch Spaß. Auch die anfängliche Skepsis gegenüber dem Schwenkdisplay oder der Verarbeitung ist dahin. Es sei aber auch gesagt das die Kamera nicht für jeden was ist. Die wohl wichtigsten Gründe gegen die EOS 60d sind meiner Meinung nach kein Vollformat und kein Magnesium-Gehäuse.

Auch technisch wäre sicher mehr möglich gewesen, es ist aber schon verständlich das Canon sich keine Konkurrenz zur EOS 7d schaffen wollte. Insgesamt sind das aber Kleinigkeiten und ich für meinen Teil kann die Kamera zu 100% bedenkenlos empfehlen.

Für mich ist sie ein vernünftiger Kompromiss zwischen technischer Ausstattung und Mobilität, also genau was ich gesucht habe.