Must-Have WordPress Plugins

Im Zuge der Aktualisierung meiner Webseite, habe ich mich ausführlich mit nützlichen Plugins beschäftigt, die sowohl das Arbeiten mit dem CMS-System erleichtern und auch den Funktionsumfang ordentlich erhöhen. Das jetzt groß in Kategorien zu quetschen halte ich für sinnlos, da ich nur im Umfang einer eher kleineren Webseite (Portfolio, Blog, etc.) gesucht habe.

Dennoch habe ich einige Perlen gefunden die ich kurz erläutern möchte. Hier die nützlichsten fünf WordPress Plugins welche ich getestet habe:

 

1. WP Super Cache


Das WordPress sich schnell zu einem Ressourcenfresser entwickeln kann, weiß jeder der mit dem System mal gearbeitet hat. Schnell hat man dutzende Plugins installiert, die unter dem Strich das System sehr ausbremsen können. Simpler Hintergrund ist meist, das diese Plugins unahängig und natürlich gleichzeitig Abfragen an die Datenbank des Systems schicken. Das macht die Seite träge, und das mag der Nutzer gar nicht.

Hier schafft WP Super Cache Abhilfe! Das Plugin macht jetzt folgendes, es macht aus den dynamisch erzeugten PHP-Seiten (incl. enthaltener Datenbankanbindung), eine statische HTML-Seite und packt diese auf den Webserver. Da eine statische Seite für den Webserver viel einfacher und schneller zu übertragen ist, sorgt das für eine spürbare Entlastung der Webseite. Dabei nutzt das Plugin nicht nur diese Variante, sondern hat die Wahl zwischen folgenden drei Methoden:

  • PHP um Cache-Dateien auszuliefern
    Wie schon beschrieben, werden hier statische HTML Seiten generiert.
  • Legacy Page-Caching
    Hier werden bestimmte Daten, aber keine kompletten Webseiten im Cache ausgelagert.
  • mod_rewrite Caching
    Bei dieser Methode werden statische Supercache-Dateien erstellt.

Wie man sieht, hat sich der Autor einiges einfallen lassen, und so bietet das Plugin verschiedene Möglichkeiten der Webseite Beine zu machen. Die Konfiguration ist nicht weiter schwer, das Plugin gibt einem die wichtigsten Einstellungen vor, durch den Zusatz „empfohlen“ beim betreffenden Einstellungs-Punkt. Zudem ist auf der Plugin-Seite eine ausfühliche Dokumentation zu finden und auch über die Google-Suche findet man hunderte Tutorials.

Zu finden ist dieses Plugin unter folgendem Link:

WP Super Cache

 

2. Jetpack


Die eierlegende Wollmilchsau … wenn man so will. Jetpack ist ein Sammelsurium an Funktionen, Erweiterungen und Widgets. Aus diesem Grund stand ich dem Plugin zunächst sehr skeptisch gegenüber, da so viele Einheiten das System ausbremsen können, wie oben schon erwähnt. Auch das Einarbeiten machte mir Sorgen, auch wenn nicht alle Funktionen benutzt werden, könnte das ganz schön mit Aufwand verbunden sein. Beides ist nicht eingetreten. Das Plugin ist schnell installiert und auch relativ schnell konfiguriert. Als wichtigste Funktionen haben sich für mich folgende herauskristallisiert:

  • Blogeinträge automatisch auf Sozialen-Netzwerken zu veröffentlichen (Facebook, Twitter usw.)
  • Ein Widget mit welchem Nutzer die Möglichkeit haben, per Newsletter dem Blog zu folgen
  • Ein Widget zur Ausgabe der Twitter Timeline
  • Eine Rechtschreibprüfung für den WYSIWYG-Editor im Backend
  • Omnisearch Funktion (Umfangreiche Suche)
  • Das bloggen per E-Mail
  • Shortcode Funktion

Das Plugin und eine komplette Liste der Funktionen gibt es unter diesem Link.

Hinweis: Treu nach dem Motto „Es ist nicht alles Gold was glänzt“, sollte man auch bei Jetpack genau überlegen ob sich ein Einsatz lohnt. Den die Vorteile können auch sehr schnell zu Nachteilen werden, so sollte man sich fragen ob es notwendig ist so von einem Plugin abhängig zu machen. Sollte man die Statistik-Funktion nutzen wollen sollte man sich auch über zwei Dinge im Klaren sein; zum einen ist ein Account von wordpress.org notwendig und zum anderen sollte man sich genau über den Umgang der Nutzerdaten die damit erhoben werden informieren. Ein Hinweis im Impressum halte ich für Pflicht.

 

3. iThemes Security (ehemals WP-Security)


Diese Plugin sorgt für Sicherheit und Überprüft das CMS-System auf Schwachstellen um Angreifern das Leben schwer zu machen.  So empfiehlt das Plugin dann, sortiert nach High, Medium und Low priority (Hohe, mittlere und niedrige Priorität), notwendige Änderungen am System um eine höchst mögliche Sicherheit zu gewährleisten. So kann als Beispiel der Login-Bereich des Backends vor sogenannten „brute-force“ Attaken geschützt werden, das Datenbank-Präfix geändert werden, das komplette System auf Schwachstellen geprüft werden und vieles mehr!

Auch eine eigene Backup-Lösung der Webseite ist integriert und erlaubt zeitgesteuert eine Sicherung der Datenbank. Diese kann automatisch per E-Mail versendet werden. Es macht den Eindruck, als wäre eine „Maske“ über die Export-Funktion von phpMyAdmin gelegt und mit nützlichen, durchdachten Funktionen ergänzt.

insgesamt ein sehr sinnvolles Plugin um vor Datenverlust und Fremdeinwirkung auf die Webseite sicher zu sein. Das Plugin ist unter folgendem Link zu finden: iThemes Security

 

4. Antispam Bee


Spam ist ein Problem, vor allem die Kommentar-Funktion von WordPress ist da anfällig. Jetzt ist von Hause aus der Spamfilter „Askimet“ an Bord von WordPress, dieser ist in Deutschland aber rechtlich zumindest fraglich. Also habe ich mir die Alternative umgeschaut und bin schnell fündig geworden und zwar mit dem Plugin „Antispam Bee“.

Das Plugin filtert sehr zuverlässig jeglichen Spam um (nach eigenen Aussagen der Entwickler) 95%. Auch um Datenschutz muss man sich keine Sorge machen, da keine IP-Adressen gespeichert werden. Zudem ist die Konfiguration denkbar einfach und auch für Laien sehr schnell zu bewältigen. Alle gefährdeten Bereiche wie Kommentar-Funktion oder Kontakt-Formular lassen sich damit schützen.

Auch öffentliche und lokale Spam-Datenbanken lassen sich in die Filterung miteinbeziehen. Zudem ist es möglich Länderspezifisch zu blockieren oder zu erlauben oder Kommentare nur in bestimmten Sprachen zuzulassen.

Eine vollständige Liste der Features ist unter folgendem Link zu finden: Antspam Bee

 

5. WP Wartungsmodus (WP Maintenance Mode)


Vor allem während der Anfangszeit und diversen Programmierarbeiten habe ich diese Plugin zu schätzen gelernt. Es kann immer mal vorkommen das die Webseite kurz für Besucher nicht erreichbar sein soll. Sei es durch Aktualisierung bestimmter Bereiche der Webseite, Umbauarbeiten oder was auch immer. Kurz dieses Plugin aktiviert, Meldung kurz angepasst (welche der Besucher zu sehen bekommen soll) und fertig.

Das Plugin enthält mehrere vorgefertigte Templates die genutzt werden können, aber auch das Einbinden von eigenen Grafiken oder eigener HTML bzw. CSS-Code ist problemlos möglich. Zudem lassen sich Zeitpunkt, Dauer und Umfang an die anstehende Aufgabe anpassen. Auch das integrieren bestimmter Bereiche der Webseite (z.B. den Header) über eine kleinen Funktionsaufruf ist sehr schnell möglich.

insgesamt eine komfortable, einfache Lösung seine Seite kurz vom Netz zu nehmen. Alles Informationen zum Plugin findet man unter diesem Link: WP Maintenance Mode

 

Hinweis: Allgemein empfiehlt es sich unbedingt genau abzuwägen ob man ein Plugin einsetzen möchte oder nicht. Einige getestete Erweiterungen haben sich extrem negativ auf die Performance oder Stabilität des CMS-Systems ausgewirkt. Also auf jeden Fall umfangreich testen!

Über

Hi, ich bin Marc Berndt. Mediengestalter, Farbenversteher und interessiere mich für alles aus dem IT-Bereich. Ich bin gerne im Internet unterwegs und mag die Möglichkeiten, die das Netz bietet. Und ja, ich programmiere, fotografiere & zeichne sehr gerne.

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