wp-config.php erweitern

WordPress ist ein von Hause aus ein nützliches CMS-System, doch mit ein paar kleinen Anpassungen lässt es sich merklich verbessern! Man kann es schneller, sicherer und komfortabler machen und das lediglich mit ein paar Ergänzungen bestimmter Dateien. Es gibt sicher tausende Artikel im Netz zu Änderungen, ich beschränke mich heute auf die wp-config.php.

Zunächst allgemein; Man findet die Datei wp-config.php im Hauptverzeichnis der Installation und sie ist wie der Name schon sagt, für die grundlegende Konfigurationseinstellungen von WordPress verantwortlich. Unter anderem enthält die Datei sämtliche Einstellungen für die Verbindung zur Datenbank oder auch die Spracheinstellung des Systems.

Noch eine kleine Anmerkung; diese Sammlung von Änderungen habe ich an verschiedenen Webseiten die ich betreue begeistert getestet und verwende sie nach wie vor. Deshalb auch dieser Artikel. Dennoch möchte ich noch darauf hinweisen das ich keinerlei Verantwortung für Änderungen übernehme die ich nicht selbst durchgeführt habe. Das Zauberwort ist auch hier; Datensicherung vor jeder Änderung!

1.FTP-Daten eintragen:

Damit kann man sich wirklich Ärger und Arbeit ersparen. Denn seit WordPress automatische Updates machen kann werden die FTP-Daten im Backend angegeben, ein Sicherheitsrisiko da die Zugangsdaten in der Datenbank abgelegt werden. Schon deswegen lohnt sich diese Änderung. Nun die erforderlichen Zeilen:

define('FTP_HOST', 'ftp.DeinHost.org');
define('FTP_USER', 'Benutzername');
define('FTP_PASS', 'Passwort');

2.Server entlasen:

WordPress belastet mitunter den Server, einige Datenbankabfragen sind aber unnötig da man sie einfach definieren kann.

define('WP_HOME', 'http://www.DeineUrl.org');
define('WP_SITEURL', 'http://www.DeineUrl.org');

Diese Einstellung solltet ihr sofort testen da es Fehler verursachen könnte und so die Webseite nicht mehr erreichbar wäre. Die genauen Adressen, sowohl für die Webseite und auch für den Blog kann man im Adminbereich unter Einstellungen/Allgemein überprüfen. Nach Eintragung dieser Parameter sind die Angaben dort allerdings nicht mehr zu finden, sie müssen erst wieder gelöscht werden.

3.Speicherlimit erhöhen:

Das Speicherlimit mancher Hoster kann Schwierigkeiten z.B. bei Plugins verursachen, da selbiges oft knapp bemessen ist. Dies lässt sich relativ simpel mit folgendem Eintrag ändern:

define('WP_MEMORY_LIMIT', '64M');

Hier muss am besten Testen womit euer Hoster am besten zurecht kommt.

4.Autospeichern von Artikeln:

WordPress speichert Artikel in Bearbeitung automatisch alle 60 Sekunden. Dies lässt sich auch beeinflussen, egal ob man in kleineren oder größeren Zeitabständen speichern will. Ich empfehle letzteres so ca. alle 90 Sekunden, wie im Beispiel angegeben. Folgendes muss eingetragen werden:

define('AUTOSAVE_INTERVAL', 90);

5.Den Papierkorb automatisiert leeren:

Wer kennt das nicht, man arbeitet vor sich hin und verschiebt natürlich auch Dinge in den Papierkorb,der wächst im Laufe der Zeit an und man vergisst ihn zu leeren. Warum nicht automatisch in einem festgelegten Zeitabstand? Dazu ist folgender Eintrag notwendig:

define(‘EMPTY_TRASH_DAYS’, 7);

Angabe in Tagen, die Zahl steht für die Anzahl (Im Beispiel 7 Tage)

6.Die wp-config.php schützen:

Zu guter letzt noch ein Tipp wie wir die frisch geänderte wp-config.php absichern könnt. Damit meine ich einen Eintrag in Eure .htaccess Datei um die wp-config vor Zugriff zu schützen. Diese müssten dann beide im Rootverzeichnis liegen, sonst ist die Änderung sinnlos. Einfach die .htaccess Datei mit einem beliebigen Text-Editor öffnen und durch folgenden Eintrag ergänzen:

# protect wpconfig.php

Order deny,allow
deny from all


So, ich hoffe für den einen oder anderen war etwas hilfreiches dabei. Noch einmal der Hinweis; Zauberwort Datensicherung! Sichert die betreffenden Dateien bevor ihr sie ändert. So kann jede Änderung augenblicklich rückgängig gemacht werden.

Die aufgeführten Änderungen habe ich durch Recherche bei Google oder durch befreundete Webmaster erhalten. Nachfolgend ein paar sehr hilfreiche Webseiten.

Quellen und hilfreiche Webseiten:
wordpress-deutschland.org
bueltge.de
pehbehbeh.de

WP E-Mail Versender

Diese Woche habe ich ein tolles Plugin entdeckt welches ich unbedingt hier vorstellen möchte. Programmiert wurde es von Frank Bültge und der Quellcode mit entsprechendem Artikel ist auch auf seiner Webseite erhältlich. Folgenden Umstand wollte ich ändern; alle E-Mails die von WordPress versendet werden, tragen den Absender „Wordpress“.

Jetzt hätte ich als Admin schon gerne meine Webseiten-Adresse oder meinen Projektnamen als E-Mail Versender, das wirkt einfach besser. Doch wie ändern wir das?

Nach langer Suche nach einem simplen aber effektiven Plugin, bin ich auf den Artikel „Standard E-Mail Absender von WordPress ändern“ von Frank Bültge gestoßen, bzw. den Code denn ein eigentliches Plugin gibt es nicht. Auch aus diesem Grund möchte ich hier Schritt für Schritt erklären wie das Ganze so funktioniert.

Zunächst benötigt man einen Editor der php-fähig ist, ich empfehle z.B. Webocton Scriptley oder Notepad++. Beide Programme sind übersichtliche, einfache Tools die ihren Zweck mehr wie erfüllen.

Als nächstes brauch man noch den Quellcode:

/**
* @package Change Mail From in WordPress
* @author Frank Bültge
* @version 0.1
*/

/*
Plugin Name: Change Mail From in WordPress
Plugin URI: http://bueltge.de/
Description: Change the default mail address.
Version: 0.1
Author: Frank Bültge
Author URI: http://bueltge.de/
Last Change: 11.08.2009 01:41:06
*/

if ( !function_exists('add_action') ) {
header('Status: 403 Forbidden');
header('HTTP/1.1 403 Forbidden');
exit();
}

if ( !class_exists('wp_mail_from') ) {
class wp_mail_from {

function wp_mail_from() {
add_filter( 'wp_mail_from', array(&$this, 'fb_mail_from') );
add_filter( 'wp_mail_from_name', array(&$this, 'fb_mail_from_name') );
}

// new name
function fb_mail_from_name() {
$name = 'bueltge.de [by:ltge.de]';
// alternative
// $name = get_option('blogname');
$name = esc_attr($name);
return $name;
}

// new email-adress
function fb_mail_from() {
$email = 'frank@bueltge.de';
$email = is_email($email);
return $email;
}

}

$wp_mail_from = new wp_mail_from();
}

Nun nur noch die eigenen Angaben (Mail-Adresse+Versender) einfügen, das ganze als PHP-Datei speichern und mit beliebigem Pack-Programm als ZIP-Datei verpacken. Dann ins Backend einloggen, Plugin installieren und fertig!

Dies ist eine sehr einfache aber effektive Methode um E-Mails mit einem beliebigen Versender zu versehen. Hier noch ein Weblink zur Autorenseite, welche immer einen Blick wert ist:

Bültge.de